Sunday, July 26, 2009

Bali

Hallo allerseits

nach einer Ewigkeit will ich mal wieder meinen Status updaten. Nach einer wunderschönen Zeit in Kapstadt habe ich nach einem tollen Sommer am 13. Juli meine Koffer gepackt um mein neues temporäres Zuhause anzupeilen: Bali

Mit viel Gepäck sind Max und ich am 13 Juli frühmorgens am Flughafen in Kapstadt angekommen. Unser Gekäck hatte unheimliche Dimensionen, ca. 150 kg mussten wir mit uns rumschleppen. Und leider auch 10kg Übergepäck zahlen. Naja, dabei sind wir sehr gut weggekommen, denn so wie wir gereist sind hätte uns eigentlich keine Fluggesellschaft mitnehmen dürfen. So vollgepackt war der Flug bei jedem Checkin-Checkout auch eine wahre Plage. immer argumentieren, wieso weshalb warum man mit 3 Computern im Handgepäck unterwegs ist...

Aber letztenendes sind wir gut auf Bali gelandet und erfreuen uns seitdem um konstantes tolles 27+ Wetter. Warum ich überhaupt was Langärmliges mitgenommen habe, weiss ich auch nicht. Leider kam der erste Schock schon am Flughafen: unser Vertrag mit dem Beachhouse in Bingin wurde gebrochen und wir müssen uns seitdem ein neues Haus für die nächsten 2 Jahre suchen. Dass stellt sich auch als viel schwerer heraus, als gedacht. Überall gibt es einen Haken, oder die Häuser gefallen uns einfach nicht oder es werden horrende Touristenpreise verlangt. Aber diese Woche werden wir definitiv uns für was neues entscheiden müssen.

Ansonsten verläuft alles etwas schleppend, wenn die Südafrikaner schon nicht die schnellsten sind, so sind die Balinesen einfach noch ne Stunde langsamer. Und die Verständigung ist nicht einfach, das Englische hier ... naja, ich dachte schon ich spreche ein schlechtes Englisch. Was wir bisher schaffen konnten, ist uns an den Verkehr gewöhnen, denn der ist speziell hier auf Bali. Ein Horror für jeden, der schon in Deutschland nicht gerne Auto fährt. Rechts, Links, Standstreifen, Rasen, von überall wird überholt und warum bei zwei Spurig auch nur zwei Autos fahren lassen? Passen doch immer mehr drauf. Mir macht es auf jeden Fall sehr viel Spass :) Habe mir ein kleines Motorrad gekauft, damit lässt es sich gut im Straßenverkehr behaupten. Das Fahren erinnert mich ein bisschen an Playstation oder XBox Rennspiele...

Die Balinesische Mentalität ist bisher ausgesprochen freundlich, der Glaube spielt im täglichen Leben der Menschen eine große Rolle. Mit 95% Hindus ist Bali wohl einen sehr großen Anteil in Indonesien. Ich fühle mich sehr wohl, überall gibt es geschmackvolle Tempelanlagen und kleine Opfergaben dekorieren die Straßenecken.

Ich werde jetzt bald wieder ein paar neue Bilder von meinen letzten Eindrücken in Kapstadt hochladen und dazu meine neuesten Bilder aus Bali.

Viel Spaß beim schauen und Euch allen einen schönen deutschen Sommer!!!

Wednesday, September 3, 2008

Back home (ReiseLog.: 4)

Auf dem Weg nach Hause ging es dann wieder über Jeffreys Bay und dem Island Vibe, wo Stefan und ich endlich mal mit dem Surfbrett in die Wellen warfen. Jedoch war der Erfolg gering, der Spass dadurch umso größer.
Nach einer weiteren Shoppingtour und einem weiteren Sieg der Deutschen im Halbfinale gegen die Türken, ging es wieder gen Heimat, wo es jetzt seit über einer Woche Dauerregnet und sich eine kleine Winterdepression in die Herzen der Menschen einpflanzt.
Für mich zum Teil nicht ganz so schlimm, schließlich habe ich eine unvergessliche Zeit verbracht und kann jetzt geruhsam mich den Alltagspflichten eines Capetonians widmen:
Arbeiten, Volleyball und was eben sonst noch so Spaß macht!

The middle of nowhere (ReiseLog.: 3)

Nach zwei Tagen Buccaneers ging es dann über Stock und Stein zum wirklich „Wilden“ Teil der Wild-Coast. Mit einer Passstraße, bei der ich echt froh bin dass mein Ferrariroter 1er Golf nicht schlapp gemacht hat, sind wir nach knapp 5 Std Fahrt im wirklich einsamsten Teil des Landes gestrandet. Von Villages der Xhosa Menschen umgeben liegt unglaublich gemütlich gelegen das Coffee Shack, ein weiteres Backpackers der besonderen Art.

Wunderschön, an einem Küstenabschnitt gelegen, umgeben von lauter Wiesen und Wäldern stranden hier unglaublich viele Hippies und Globetrotter auf der ganzen Welt, um einfach mal nur die freie Natur zu genießen. Fernab von jeglicher Zivilisation leben hier die Menschen noch wie vor hundert Jahren in Lehmhütten aus Boden von Kuhmist, brauchen ihr eigenes (unglaublich beschissenes) Xhosa Bier und leben gemütlich vor sich hin. Keine Kriminalität, Elektrozäune und Hochsicherheitsanlagen ließen meinen europäischen Geist endlich mal wieder zur Ruhe kommen.

Gleich nach der Ankunft erstiegen wir einen mir unbekannten Hügel und nahmen in einem kleinen Village an einer Traditionellen Pilsbier-Runde mit den Einheimischen Teil. Leider schmeckte das Pilsbier doch sehr mehlig und die Speise wurde mit einem in jedem Einkaufsladen üblichen Aromagewürz aufgepeppt. Doch die Gastfreundlichkeit der Menschen und ein lustiger Tanz mit viel hausgemachter Musik entschuldigte meine deutsch-äthiopischen Geschmacksnerven um ein vielfaches.

Am nächsten Tag begrüßte uns wunderschönster Sonnenschein und wir machten uns auf zu einem atemberaubenden 4 Stunden-Hike entlang der Küste. Landliche wundersame Tiere wie auch Wale und Delfine konnten wir bei dem schönen Spaziergang bewundern. Abgerundet wurde der Tag mit einem gekühlten Bierchen mitten im Nirgendwo, die letzen Sonnenstrahlen und ein purpurroter Sonnenuntergang ließen uns um ein weiteres mal erstaunen.

Little Paradies (ReiseLog.: 2)

Unser zweiter Stopp führte uns dann ins Buccaneers Backpackers nach Chintsa, gleich um die Ecke von East London. Mitten im Grünen an einer Lagune gelegen nächtigt man in kleinen süßen Häusschen. An solch einem Ort kommt man mal so richtig runter und kann sich ganz gemütlich den Tagesaktivitäten wie eine Paddeltour, ein langer Spaziergang ans Meer oder einfach mal locker in der gemütlichen Holzbar an der offenen Feuerstelle abchillen.

Chillen wir im „little Paradise“ groß geschrieben und darin war ich eh schon immer ein ganz großer gewesen. Ich hätte gern ein bisschen mehr Fußballfieber beim Spiel der Deutschen erwartet, aber dass war bei der immensen Menge an Weed, was die Bewohner der chilligen Behausung scheinbar ununterbrochen konsumiert haben, nicht möglich. Aber gewonnen wurde ja zum Glück trotzdem J

Sonne Shoppen Surfen (ReiseLog.:1)

Am Montag habe ich meinen zweiten Trip durch Südafrika machen können. Diesmal war das Ziel ca. 1500 km entfernt, die Transkei. Besser gesagt die Wild Coast of South Africa. Wobei man sagen muss, dass während der Fahrt immer mal wieder an den Plänen, die eigentlich eh nur verschwommen vorhanden waren, immer wieder gerüttelt, geschüttelt und umgeworfen worden sind. Aber das hat mich und meine beiden Reisegefährten nicht wirklich gestört.

Auf dem Weg dahin haben wir als ersten Stop ein kleines Backpackers aufgesucht, damit wir auch ja nicht das Deutschlandspiel gegen Österreich verpassen konnten. Mitten in der Einöde haben wir uns dann das Spiel mit drei Engländern und ich glaub 2 Südafrikanern angeschaut, von großen Emotionen konnte nicht die Rede sein. Nach dem Spiel ging es dann weiter zum 780 km Entfernten Surfer-Paradies Jeffreys Bay an der Sunshine Coast.

Leider war von Sunshine nicht viel zu sehen, Aber das Backpackers Island Vibe ist unglaublich schön direkt am Strand gelegen. Und da das Wetter nicht zum Surfen oder Schwimmen oder Schnorcheln eingeladen hat, haben wir uns dem nächsten S zugewendet: SHOPPEN

Jeffreys Bay ist bekannt für die Surfer Outlet Stores und die machen wirklich Laune, mal ordentlich den Kleiderbestand aufzustocken. Insgesamt habe ich meinen gesamten Kleiderbestand verdoppelt und das für gerade mal lächerlich 200 Euro! Mit einer urigen Bar, Billiard-Tisch und Lustigen Menschen sind wir dann an unserem ersten Spot 3 Tage lang hängengeblieben…

Thursday, June 26, 2008

I`m back

Hey Hallo
ich bin wieder von meinem 10 Tagestrip die Ostküste rauf in die Transkai zurück. Zunächst gibt es mal ein paar Bilder, für alle Faulen unter euch:

Bilder

die Reisebroschüre folgt die Tage.

Schöne Grüße aus dem kühlen Süden
domi

Thursday, May 22, 2008

Xenophobia

Ein Fremdwort, was ich bis vor wenigen Tagen noch nicht kannte. Xenophobia ist die Angst vor Ausländern, vor Fremden: fear against foreigners! Für mich ein völlig neues Wort, ein völlig erschreckender Zustand, der hier in Südafrika momentan Einzug erhält. Seit ca. einer Woche herrschen erschreckende Zustände in Alexandria, einem Township in der Nähe von Johannesburg. Innerhalb einer Woche wurden über 50 Menschen hingerichtet, verbrannt und erschlagen. Mehr als 500 wurden mit Brandverletzungen, Stich- und Schusswunden in Krankenhäusern eingeliefert. In der Region Gauteng herrschen an manchen Orten Anarchische Zustände, ich schaue mir die Nachrichten mit völligen Unglauben an. Es herrscht Krieg zwischen Arme gegen Arme, poor against poor.

Die Polizei hat fast keine Möglichkeit, der Gewalt und Kriminalität entgegen zu wirken. Fast jede Nacht brennt irgendwo ein Teil eines Township nieder, wütende Mobs ziehen durch die Straßen. Vor allem illegale Einwanderer aus Mozambique, Namibia oder Nigeria sind die Zielscheibe der Gewalttaten. Es heißt, sie nehmen den Armen auch noch die letzte Möglichkeit an Jobs und Geld zu kommen, weg. Es wird eine total schräge Parallele zu Apartheits-Zeiten gezogen, mehr oder weniger auch mit gutem Grund. Denn der Ruf Südafrikas in Restafrika wird durch diesen Zustand enorm beschädigt. Die Südafrikanische Fussballmannschaft, die ein Freundschaftsspiel in Nigeria spielen will, musste unter Polizeischutz gestellt werden.

Hier die Nachrichten anzuschauen ist für mich zum Teil der totale Alptraum. Schlimmer als jegliche Golfkriegsübertragung, denn hier wirkt alles total real und für mich auch erschreckend nah. Blutbäder und brennende Townships bestimmen das Nachrichtengeschehen. Was man in Deutschland vielleicht mal für eine Minute in ARD sieht, bekommt man hier unzensiert und erschreckend zu Gesicht. Solche Bilder zu sehen sind prägend, man begreift erst auf diese Weise, wie gut es uns doch in Deutschland geht und wie winzig klein die meisten unserer Probleme doch in Relation zur Dritten Welt sind.

Ob es gerechtfertigt ist, dass jetzt auch die Behörden vor einem Urlaub in Südafrika warnen, ist eigentlich quatsch. Denn wer macht schon seinen Urlaub im Township? Jedoch wird die Gewaltbereitschaft bei Überfällen und Diebstählen immer brutaler. Immer häufiger bekommt man Geschichten erzählt, dass jemand erschossen wurde, nur um an das Handy oder Auto zu kommen. Dabei sind die Sachen immer gut versichert oder sau billig zu beschaffen. Dann heißt es halt immer: das ist halt Afrika!